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Eduardo Sacheri – Warten auf Perlassi April 29, 2011

Filed under: Erzählung,Romane — themaktima @ 4:12 pm
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Durch Zufall fand ich dieses Büchlein in unserer Stadtbücherei. Ich glaube, es lag an dem außerordentlich coolen Cover mit der rostigen Schüssel vor einer einsamen Tanke. Zum Glück einer der seltenen Fälle, in denen der Inhalt der Aufmachung in nichts nachsteht.
Wir folgen also Araoz auf der einsamen Zugfahrt nach O’Connor (!), einem Kaff in der Pampa bei Buenos Aires. Araoz will die Wahrheit wissen über ein entscheidendes Fußballspiel seines Clubs, das er als kleiner Junge im Stadion verfolgte und bei dem sein damaliges Idol Perlassi eine wichtige Rolle spielte. Warum er dazu nach O’Connor muss, müsst ihr schon selbst herausfinden – genauso, was in Araoz früher und jüngerer Vergangenheit passierte, damit ein so eigenwilliger Charakter dabei herauskommen konnte. Die ausgesprochen originelle, aber teilweise auch sehr traurige Story ist mit zahlreichen Rückblenden durchsetzt, und das so geschickt, dass es dem Lesefluss überhaupt keinen Abbruch tut; im Gegenteil, das Buch ist ein wahrer Lesegenuss. Und Sacheri (dessen erster Roman „Das Geheimnis ihrer Augen“ verfilmt wurde, was zur Oscarverleihung für den besten fremdsprachigen 2010 Film führte) schreibt hier wirklich nicht nur für Fußballfans. Nach „Nemesis“ hatte ich doch glatt behauptet, viele bessere Bücher würde es dieses Jahr wohl nicht geben, aber da habe ich die Rechnung ohne „Warten auf Perlassi“ gemacht. Genialer Stoff!

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Marcelo Figueras – Das Lied von Leben und Tod Mai 11, 2009

Filed under: Romane — hilpirella @ 10:02 pm
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Mitreißende Geschichte! Im Mittelpunkt des Romans steht Pat, die mit ihrer Tochter Miranda auf der Flucht quer durch Argentinien ist sowie Theo, ein Hüne, der in dieser engen und schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung eine wichtige Rolle einnimmt.
Doch der Autor beschränkt sich bei weitem nicht auf diese drei Personen. Wir erfahren sehr viel und sehr viel Skurriles über die Bewohner eines argentinischen Dorfes, in dem sich die drei Protagonisten aufhalten.
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Der Roman ist in kleine Kapitel aufgeteilt, was die Lektüre einfach macht, aber auch dazu verführt, die Geschichte nicht in großen Zügen, sondern in kleinen Häppchen zu lesen, was eigentlich schade ist.