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Julian Barnes – Vom Ende einer Geschichte Februar 3, 2012

Filed under: Romane — hilpirella @ 2:20 pm
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Das neue Buch des frisch gekürten Booker-Prize-Gewinners Julian Barnes dreht sich um die Frage, wie sehr wir unserer Erinnerung vetrauen können, wenn wir über die Vergangenheit nachdenken:
Tony Webster, Historiker im Ruhestand, geschieden, allein und zufrieden lebend wird durch ein Testament an längst vergangene Geschehnisse erinnert. Er beginnt eine Aufarbeitung, in der er sich immer wieder die Frage stellt: was hat tatsächlich stattgefunden und was ist Interpretation?

Dieser Roman ist eines der Bücher, bei dem man sich schon beim Aufstehen freut, dass man es abends weiterlesen kann. Wunderbares Tempo, humorvolle Dialoge: eine richtige Lesefreude!

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Hansjörg Schertenleib – Cowboysommer Januar 6, 2011

Filed under: Romane — hilpirella @ 9:52 pm
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Zürich 1974: Hanspeter und Boyroth sind 17 als sie sich beim Fussballtraining kennenlernen. Hanspeter ist sofort von Boyroth fasziniert, die beiden werden schnell Freunde, frisieren gemeinsam ihre Mofas, kiffen und hören die Musik der 70er. Doch Boyroth ist eindeutig der coolere Typ und Hanspeter steht immer etwas im dessen Schatten. Hanspeter begibt sich auf eine Interrail-Reise, um sich von seinem Freund zu emanzipieren, aber auch um dessen Schwester Yolanda zu vergessen, in die er sich unsterblich verliebt hat.

Die beiden verbringen nur diesen einzigen Sommer 74 gemeinsam und treffen sich später sehr selten und eher zufällig, doch die tiefe Verbundenheit und Freundschaft bleibt über Jahrzehnte bestehen. Und auch die Liebe zu den alten Songs. Denn jede Freundschaft hat auch ihre Musik.
Time after time.

 

Michael Chabon – Die Geheimnisse von Pittsburgh Oktober 23, 2010

Filed under: Romane — themaktima @ 8:57 pm
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Es ist nicht schwer zu erraten: Ich finde Michael Chabon einfach großartig. Mit 23 verfasste Chabon seinen Debütroman, und der geht so: Art Bechstein hat das College gerade hinter und das Erwachsenenleben unmittelbar vor sich. Darum will er es einen Sommer lang nochmal richtig krachen lassen… und das gelingt ihm nun wirklich außerordentlich.

Wer den Herbst bereits leid ist, nimmt jetzt dieses Buch zur Hand und geht mit Art und seinen neuen Freunden Phlox, Arthur und Cleveland durch alle Phasen jugendlicher (hier insbesondere sexueller) Orientierungslosigkeit. Art ist, nebenbei bemerkt, einer der sympathischsten Protagonisten, die ich kenne.