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Susann Pásztor – Ein fabelhafter Lügner Juli 19, 2011

Filed under: Romane — hilpirella @ 9:34 pm
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Joschi Molnar heißt der fabelhafte Lügner, dem der Buchtitel gewidmet ist und Joschi wäre dieser Tage 100 Jahre alt geworden.
Was weiß man über Joschi? Er war offenbar ein Frauenheld, zeugte er doch mit fünf Frauen fünf Kinder. Zwei seiner Kinder und seine zweite Frau wurden in Auschwitz ermordet, er selbst war in Buchenwald interniert – doch ansonsten hat er seine Biografie immer verändert oder ausgeschmückt.

Dreißig Jahre nach seinem Tod hat anlässlich dieses Jubiläums seine 16jährige Enkelin Lily ein Familientreffen angeregt: Es finden sich in Weimar also drei Halbgeschwister, jede(r) mit unterschiedlichen Erinnerungen an den Vater und seine einzige Enkelin Lily, aus deren frischer, unvoreingenommener Sicht die Geschichte erzählt wird.
Ein lesenswertes Buch über Familie und Identität.

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Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne Juni 4, 2009

Filed under: Romane — kikeriki @ 3:14 pm
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der jungeDieser Roman – vor kurzem verfilmt – hat bewußt keinen Klappentext mit Inhaltsbeschreibung. Die Geschichte sollte vielmehr offen und unvoreingenommen gelesen werden. Dabei treten wir ein in die Zeit des Holocaust aus dem Blickwinkel des 9-jährigen Bruno.
Die Geschichte des Jungen im gestreiften Pyjama hat mich sehr berührt und: ich werde sie nicht mehr vergessen (was ich nicht von vielen Geschichten behaupten kann ;-) Lesen!

 

Lily Brett – Zu sehen Februar 25, 2009

Filed under: Biografie,Romane — hilpirella @ 7:25 am
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Auch in „Zu sehen“ gibt Lily Brett ihrer Leserschaft einen sehr intimen Einblick in ihre Lebensgeschichte. Sehr freizuegig schreibt sie ueber Alter, Liebe, Sex, Koerper, Therapie und natuerlich den Holocaust und die Folgen fuer ihre Familie. Habe mir dieses Buch zugelegt, weil ich so sehr von „Chuzpe“ und auch von „Alles halb so schlimm“ begeistert war und „Zu sehen“ steht hier in nichts nach.

 

Lily Brett – Alles halb so schlimm Dezember 31, 2008

Filed under: Biografie,Romane — hilpirella @ 12:02 am
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Dieses stark autobiografisch geprägte Buch lässt den Leser am Leben von Josl und Renia teilhaben, die sich im Ghetto von Lodz kennen lernen und heiraten, während des Holocaust getrennt werden, die Internierung in Konzentrationslagern überleben und sich nach Ende des Krieges wieder finden. Sie emigrieren gemeinsam nach Australien und bauen sich ein Leben auf, gründen eine Familie und ein Unternehmen, finden Freunde.
Die Menschen, die uns in diesem Buch begegnen sind lebensfroh, humorvoll und manchmal verrückt und doch ist es allgegenwärtig, das Schlimmste selbst erlebt zu haben.

Lily Brett hat die Gabe, diese Schicksale so ausgewogen lustig und traurig zu erzählen und ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen.