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Milchzähne von Ignacio Martinez de Pisón Juni 30, 2009

Filed under: Romane — kikeriki @ 12:27 pm

Raffaele Cameroni kommt 1937 als Soladat nach Spanien, um sein Leben in Italien hinter sich zu lassen. Hier beginnt die Geschichte der Familie – in schöner Sprache und Episoden erzählt.

Der Roman handelt  von Verrat, Liebe und der Bedeutung der Familie und kommt dennoch nicht  rührselig daher.

 

Junot Diaz – Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao Juni 17, 2009

Filed under: Romane — hilpirella @ 10:26 pm
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Highlight-Alarm!! Das ist eines dieser Bücher, die man nicht mehr weglegen kann, die man aber gleichzeitig ganz langsam lesen will, damit das Vergnügen möglichst lange anhält.
Oscar ist ein junger Dominikaner, der in New Jersey aufwächst und das Gegenteil des leidenschaftlichen Machos aus der Karibik ist: Ein übergewichtiger Nerd, der sich in die Welt von Rollenspielen flüchtet, während er seine Pubertät verpasst. Um Oscars Leben rankt sich die leidvolle Geschichte seiner Familie und die Geschichte der Dominikanischen Republik, die von Diktatur und Unterdrückung geprägt ist.
cover_oscar wao
Das klingt nun vielleicht etwas trocken und lasst Euch nicht von unendlichen Fußnoten und vielen spanischen Begriffen, die man im Glossar nachschlagen muss, abschrecken. Diaz erzählt so lebendig und mitreißend wie kaum jemand – und vermittelt damit auch noch Wissen, über die Geschichte einer Insel, an die die meisten Menschen nur an Bacardi-Feeling und All-inclusive-Urlaube denken.
Sofort lesen!

 

Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne Juni 4, 2009

Filed under: Romane — kikeriki @ 3:14 pm
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der jungeDieser Roman – vor kurzem verfilmt – hat bewußt keinen Klappentext mit Inhaltsbeschreibung. Die Geschichte sollte vielmehr offen und unvoreingenommen gelesen werden. Dabei treten wir ein in die Zeit des Holocaust aus dem Blickwinkel des 9-jährigen Bruno.
Die Geschichte des Jungen im gestreiften Pyjama hat mich sehr berührt und: ich werde sie nicht mehr vergessen (was ich nicht von vielen Geschichten behaupten kann ;-) Lesen!

 

Edward P. Jones – Die bekannte Welt Juni 1, 2009

Filed under: Romane — themaktima @ 1:16 pm
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Henry Townsend lebt in den USA und ist schwarz – eigentlich nicht die besten Voraussetzungen für ein ruhiges Leben, denn wir befinden uns in der Vorphase des amerikanischen Bürgerkriegs. Doch Henry ist nicht wie die meisten anderen Schwarzen Eigentum eines weißen Sklavenhalters: Er ist frei und besitzt selbst eine Plantage nebst Sklavensiedlung. Auf diesem  Fundament errichtet Jones ein komplexes erzählerisches Gebäude, in dem Herren und Sklaven in allen denkbaren Konstellationen ein und aus gehen.

Jones_Die_bekannte_WeltGebannt habe ich die oft tragischen Einzel- und Familienschicksale der schwarzen und weißen Südstaatenbewohner verfolgt. Der Einstieg fällt zwar nicht ganz leicht, denn die Story ist nichtlinear erzählt und zahlreiche Personen betreten die historische Bühne (so dass es sich lohnt, ab und zu im Personenverzeichnis hinten im Buch nachzuschlagen). Ich habe mich jedoch schnell daran gewöhnt und wurde mit einem faszinierenden und bewegenden Roman belohnt, der eine ungewöhnliche Perspektive auf die Sklaverei in den USA zwischen 1840 und 1860 vermittelt. Das Buch wurde 2004 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Für mich nach „Alles umsonst“ das zweite echte Highlight dieses Lesejahres.

 

Paolo Coelho – Veronika beschließt zu sterben

Filed under: Romane — hilpirella @ 11:26 am
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Erstmal muss ich gestehen, dass ich von Paolo Coelho bisher noch nichts gelesen habe und mich Titel wie „Die Hexe von Portobello“ oder „Der Alchimist“ auch eher abschreckten. Zu unrecht vielleicht? Denn Veronika beschließt zu sterben ist ein wundervolles Buch, in dem Menschen, durch einen bevorstehenden Tod wieder das Lebenswerte am Leben erkennen und neuen Mut schöpfen.

veronika beschließt zu sterben

Die Geschichte spielt unter „Verrückten“ in einer slowenischen Psychiatrie, wir lernen dabei die Lebensgeschichten und Krisen von drei Patienten kennen. Der Unterschied zwischen normal und verrückt ist oft nur sehr schmal und die verrückten sind immerhin so normal, dass sie Ihre Situation auch selbstironisch betrachten.

Trotz der Rahmenbedingungen (Suizid, Psychiatrie) ist dies kein bedrückendes Buch, sondern eines, das einen selbst wieder aufblicken lässt.