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Lipshitz – T Cooper August 30, 2008

Filed under: Romane — kikeriki @ 11:51 pm
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Die Familiensaga Lipshitz beginnt 1907 in Russland. Eine verfolgte, jüdische Familie wandert aus – die Mutter will dem geliebten Bruder in die USA folgen. Als sie in New York ankommen, ist der jüngste Sohn verschwunden und bleibt es auch. Der Roman spannt den Bogen bis ins Jahr 2002  – erzählt aus der Sicht des letzten Lipshitz. Dramatisch, witzig, überraschend, eindringlich. Wunderbar.

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Hans-Ulrich Treichel – Der irdische Amor

Filed under: Romane — kikeriki @ 10:27 pm
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Selten hat mich ein Protagonist so wenig gefangen genommen wie Albert in der „Irdische Amor“. Im Klappentext heißt es „Eine famose, sehr irdische Sexualkomödie. …“  Sex ist drin und es gibt amüsante Passagen. Die Menschen in der Geschichte sind mir jedoch fremd und künstlich geblieben.

 

Hakan Nesser: Sein letzter Fall

Filed under: Krimis — kikeriki @ 10:13 pm
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Ich finde Kommissar Van Veetereen klasse – und Schweden sowieso, seit dem ich dieses Jahr zum ersten Mal in Stockholm war. Auch sein letzter Fall ist spannend und undurchsichtig. Ein guter Krimi.

 

Tess Gerritsen: Die Chirugin

Filed under: Krimis — kikeriki @ 10:07 pm
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Wie in diesem Krimi die Frauen abgemurkst werden ist nichts für schwache Nerven und schon gar nichts für Menschen, die von Natur aus bereits unter Verfolgunswahn leiden. Spannend bis zu den letzten 20 Seiten. Leichte Kost. Mehr nicht.

 

Alice Munro – Tricks August 12, 2008

Filed under: Erzählung — hilpirella @ 1:04 pm
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Acht sehr lesenswerte Erzählungen finden sich in diesem Band. Allesamt Geschichten von Frauen in unterschiedlichsten Lebenssituationen und –stationen, deren Gefühlswelten sehr echt wirken und nachvollziehbar sind.

Sehr faszinierend finde ich die Fähigkeit von Alice Munro, eine Landschaft, eine Umgebung oder eine Jahreszeit in so wenigen Worten zu beschreiben, dass man das Gefühl bekommt, an diesem Ort zu stehen und die Luft zu spüren.

Geschichten, die beruhigend wirken, aber nicht langweilen: eine echte Kunst!

 

Joachim Ringelnatz: Ich hab Dich so lieb

Filed under: Fundstück,Gedichte — hilpirella @ 12:42 pm
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Ich habe dich so lieb
Ich würde dir ohne Bedenken
Eine Kachel aus meinem Ofen
schenken.

Ich habe dir nichts getan.
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
Leuchtet der Ginster so gut.

Vorbei verjährt
Doch nimmer vergessen
Ich reise.
Alles, was lange währt,
ist leise.

Die Zeit entstellt
Alle Lebewesen.
Ein Hund bellt.
Er kann nicht lesen
Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.

Ich lache.
Die Löcher sind die Hauptsache
An einem Sieb.
Ich habe dich so lieb.

 

William Somerset Maugham: Oben in der Villa August 6, 2008

Filed under: Erzählung — kikeriki @ 11:35 pm
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Die Erzählung, 1941 geschrieben, handelt von 48 Stunden im Leben der Witwe Mary, die in einer toskanischen Villa weilt. In diesen 48 Stunden bekommt sie einen Heiratsantrag von Verehrer Nr.1, eindeutige Avancen von einem zweiten Verehrer, nochmals eindeutige Avancen von einem dritten Verehrer, wird Zeuge des Selbstmord des dritten Verehers, verschachert diesen nun toten Verehrer mit Hilfe des zweiten Verehrer im Wald und dann geht der Heiratsantrag-Reigen (mit Verehrer I und II) munter weiter. Gepaart ist das ganze noch mit mit den Eitelkeiten und Koketterien der Protagonistin. Die Erzählung liest sich nett runter und unterhält – sie hat mich aber weder zum Nachdenken gebracht noch irgendetwas bei mir hinterlassen. Möglich, dass an der Zeit liegt, in der die Erzählung geschrieben ist, möglich, dass es sich mir nicht erschliesst, was der Autor seinen Lesern mitteilen will. Aber ich kann mich an Erzählungen aus längst vergangenen Zeiten erinnern, die das geschafft haben.