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„Herzweh“ von Carole Glickfeld Oktober 29, 2008

Filed under: Romane — kikeriki @ 9:25 pm
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Die Geschichte der Jüdin Chenia in New York, ihr Leben mit ihrer Familie, ihren Sehnsüchten und Hoffnungen steht im Vordergrund dieses Romans. Mir war die Geschichte mitunter zu konstruiert und kitschig, die Handlungen der Protagonistin fand ich stellenweise seltsam. Gefesselt hat mich der Roman dennoch. Keine Ahnung wieso.

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Hjalmar Söderberg – Verirrungen

Filed under: Romane — kikeriki @ 9:01 pm

Nachdem ich meine Liebe zu Schweden entdeckt habe, war es an der Zeit neben Astrid Lindgren  (;-), Selma Lagerlöf und Mankell noch weitere Schweden zu entdecken und bin dabei auf Söderberg ( 1869-1941) gestossen, dessen Romane zu den meistgelenen Büchern in Schweden gehören. „Verirrungen“ ist zeitlos, eindrücklich und lesenswert.

 

Leo Perutz – Der Meister des Jüngsten Tages

Filed under: Krimis — kikeriki @ 8:47 pm

Auch wenn „Der Meister des Jünsgten Tages“ offiziell als Roman betitelt wird – für mich ist es ein Krimi. Und was für einer!

Die Geschichte spielt 1909 in Wien, wo mehrere Personen aus unerfindlichen Gründen Selbstmord begehen. Bis zum Schluss hat man keinen Schimmer wer oder was dahinter steckt und mißtraut bisweilen dem Ich-Erzähler. Ich habe das Buch in meinem Spanienurlaub gelesen: Ich habe es eines nachts –  als ich wegen einer Mückenplage wach lag – in die Hände genommen und es nicht mehr zur Seite legen können und fand bei dieser Lektüre sogar das Meeresrauschen vor der Haustür gruselig ;-)

Ich kann das kleine Büchlein (knapp 200 Seiten) für eine schlaflose Nacht wärmstens empfehlen.

 

Angeles Mastretta —- Emilia

Filed under: Romane — kikeriki @ 8:30 pm

„Emilia“ hat mir Mexiko um Neunzehnhundert näher gebracht, die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen, von denen ich bis dato wenig gewußt habe. In erster Linie ist es jedoch ein Liebesroman und eine Familiensaga mit schillernden und sehr gut beschriebenen Figuren. Durchaus lesenswert.

 

Hanif Kureishi – Der Buddha aus der Vorstadt Oktober 24, 2008

Filed under: Romane — hilpirella @ 9:53 am
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Auch in diesem Buch sind Hanif Kureishis Protagonisten auf der Suche nach Ihrer Identität, irgendwo zwischen Indien und England, Suburbia und London, Hetero- und Homosexualität. Ich kenne bisher nur wenige Kureishi-Bücher (und natürlich den großartigen Film „Mein wunderbarer Waschsalon“), aber alle spielten bisher vor diesem Hintergrund und das ist ja auch der Grund, weshalb ich sie gerne lese. Der Buddha aus der Vorstadt handelt von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens in diesen Spannungsfeldern und ist voller Tempo und Witz.

 

Rolf Lappert: Nach Hause schwimmen Oktober 15, 2008

Filed under: Romane — hilpirella @ 9:14 pm
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Wilbur und das Leben stehen von Anfang an auf Kriegsfuß. Er ist ein Junge, der zu früh geboren wird, seine Mutter verliert, in Heimen und Pflegefamilien aufwächst, schmächtig und traumatisiert ist. Und natürlich mag Wilbur auch das Leben nicht: seine Andersartigkeit ist schwer für ihn und er denkt bereits als Kind viel über den Tod nach.
In diesem Buch begleiten wir Wilbur von seiner Geburt bis er erwachsen wird; man schließt dieses seltsame Kind von der ersten Seite an ins Herz, leidet und freut sich mit ihm und rebelliert mit ihm.

Mehr schreibe ich hierzu nicht. Dieses Buch ist sicher eines meiner Bücher-Highlights 2008 und ich freue mich für jeden, der diese Geschichte diesen Herbst noch vor sich hat.

 

Jaume Cabré – Die Stimmen des Flusses Oktober 3, 2008

Filed under: Romane — hilpirella @ 5:18 pm

Der Roman führt uns nach Nordspanien in ein Dorf in den Pyrenäen und nach Katalonien während des Spanischen Bürgerkriegs und der darauf folgenden Franco-Diktatur.
Erzählt wird in einer Rahmenhandlung die Geschichte der Lehrerin und Journalistin Tina, die sechzig Jahre nach Ende der Diktatur ein Tagebuch des vermeintlich faschistischen Dorfschullehrers Oriol findet, der ihn in ein neues Licht rückt. Erzählt wird auch die Geschichte von Oriol, dessen Frau und Tochter und seiner Leidenschaft für die machtgierige, manipulierende und reiche Elisenda, deren einziges Ziel die Rache ihrer der Ermordung ihres Vaters und Bruders durch die Kommunisten ist.

Durch geschickte Wechsel der Zeit – mal befinden wir uns im heutigen, mal im faschistischen Spanien – und der Erzähler – mal aus Sicht der Lehrerin Tina, mal aus dem Blickwinkel von Oriol, Elisenda oder einem Dorfbewohner ist der Roman spannend erzählt und es wird eine Geschichte gewoben, deren Gesamtbild sich im Laufe der Seiten immer mehr entwickelt und einen nicht mehr loslässt.

Bei der Lektüre ist mir mal wieder klar geworden, wie lange Spanien mit seiner faschistischen Diktatur zu kämpfen hatte und vor allem wurde mir deutlich wie wenig ich über diesen Teil der spanischen Geschichte wusste.