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Eshkol Nevo – Wir haben noch das ganze Leben Dezember 26, 2010

Filed under: Romane — hilpirella @ 10:00 pm
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Juval, Amichai, Joav und Ofir sind vier junge Männer Anfang Dreißig aus Haifa, die sich seit der Schulzeit kennen und die es geschafft haben, trotz ihrer Unterschiedlichkeit Freunde zu bleiben und sich nicht aus den Augen zu verlieren.

Man fragt sich auf den ersten Blick, was die Vier zusammenhält: Juval (der die Geschichte über die Freundschaft aufschreibt) ist wortkarg, orientierungslos und depressiv, Amichai hat sehr früh seine „elegische Ilana“ geheiratet und Zwillinge bekommen, Ofir ist als Creative Director in einer Werbeagentur auch privat ein Aufschneider und Joav ist ein karrieregeiler Jurist und der Typ, der schon immer alle Frauen abbekommen hat, während die anderen drei an der Wand lehnten und staunten.

Ein verbindendes Element – für die Freundschaft sowie für den Roman – ist der Fußball. Die vier Protagonisten erleben 1998 bereits ihre vierte gemeinsame WM, während der sie die Idee haben, jeder möge drei Wünsche auf ein Blatt Papier schreiben, um zu sehen, wie sich das Leben bis zur nächsten WM entwickelt.

Und so dürfen wir Leser vier Jahre lang (und in Rückblicken auch in der Zeit davor) dabei sein, in denen Schicksalsschläge hereinbrechen, Liebe kommt und geht, in die zweite Intifada ausbricht und sich Israel wieder nicht für die WM qualifiziert.

Diese vier Jungs wachsen einem ans Herz, ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen!

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Edna Mazya – Über mich sprechen wir ein andermal Dezember 16, 2009

Filed under: Romane — hilpirella @ 9:22 am
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Nomi, eine selbstbewußte und eigenständige Verlegerin, pflegt seit Jahren eine funktionierende, glückliche Fernbeziehung zu einem Mann, den sie nur wenige Male im Jahr sieht. Nomi lebt in Israel und hat sich bisher geweigert, sich mit ihrer familiären Vergangenheit zu befassen: Ihre Eltern haben Sie verlassen als sie ein junges Mädchen war und sie hat niemals den Grund dafür erfahren.
Auf einer Reise nach Europa begibt sich Nomi auf die Spuren ihrer Vergangenheit. Anhand der Tagebücher ihrer Großmutter entschlüsselt sie die Geschichte ihrer Mutter und Großmutter und kommt sich selbst ein Stück näher.

Keine große literarische Entdeckung, aber guter Lesestoff für die langen, dunklen Abende…