lesehuhn.de

Lily Brett – Zu sehen Februar 25, 2009

Filed under: Biografie,Romane — hilpirella @ 7:25 am
Tags: , , , , ,

Auch in „Zu sehen“ gibt Lily Brett ihrer Leserschaft einen sehr intimen Einblick in ihre Lebensgeschichte. Sehr freizuegig schreibt sie ueber Alter, Liebe, Sex, Koerper, Therapie und natuerlich den Holocaust und die Folgen fuer ihre Familie. Habe mir dieses Buch zugelegt, weil ich so sehr von „Chuzpe“ und auch von „Alles halb so schlimm“ begeistert war und „Zu sehen“ steht hier in nichts nach.

 

Lily Brett – Alles halb so schlimm Dezember 31, 2008

Filed under: Biografie,Romane — hilpirella @ 12:02 am
Tags: , , ,

Dieses stark autobiografisch geprägte Buch lässt den Leser am Leben von Josl und Renia teilhaben, die sich im Ghetto von Lodz kennen lernen und heiraten, während des Holocaust getrennt werden, die Internierung in Konzentrationslagern überleben und sich nach Ende des Krieges wieder finden. Sie emigrieren gemeinsam nach Australien und bauen sich ein Leben auf, gründen eine Familie und ein Unternehmen, finden Freunde.
Die Menschen, die uns in diesem Buch begegnen sind lebensfroh, humorvoll und manchmal verrückt und doch ist es allgegenwärtig, das Schlimmste selbst erlebt zu haben.

Lily Brett hat die Gabe, diese Schicksale so ausgewogen lustig und traurig zu erzählen und ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

 

Jon Krakauer – In die Wildnis Dezember 14, 2008

Filed under: Biografie — hilpirella @ 2:08 pm
Tags: ,

Dies ist kein Abenteuerroman. In die Wildnis erzählt die Geschichte von Chris McCandless nach, der mit 22 Jahren seine Ersparnisse verschenkt, sein letztes Bargeld verbrennt und sich für ein paar Monate in die Wildnis Alaskas zurückzieht um dort von dem zu leben, was er in der Natur findet.

Die Verbindung zu seinen Eltern und seiner Schwester hat er bereits zwei Jahre zuvor gekappt als er sich nach seinem Studium auf den Weg machte und zunächst durch den Westen der USA, Mexiko und Kanada reiste. Alaska ist aber der magische Ort, an dem Chris (oder Alexander Supertramp wie er sich nennt) in völliger Einsamkeit seine Wahrheit finden will.

Chris’ große Vorbilder sind Henry David Thoreau, Jack London und Leo Tolstoi und er befindet sich auf deren Spuren. Er ist kein Hippie, kein Spinner, kein Aussteiger. Er ist ein sensibler junger Mann mit einer riesigen Sehnsucht nach Freiheit, die es ihm ermöglicht, umzusetzen, wovon wir alle schon mal geträumt haben, wenn wir wieder im Alltag unterzugehen drohten.

cover_intothewild

Jon Krakauer hat anhand von Tagebüchern, Postkarten und Gesprächen die Stationen von Chris’ Reise recherchiert und in diesem Buch nachgezeichnet.

Das Buch kann ich sehr empfehlen: es ist spannend erzählt und ich bin in Gedanken mit Alex Supertramp mitgereist. Die Lebensgeschichte von Chris McCandless wurde 2007 (?) verfilmt, die Filmmusik von Eddie Vedder ist wundervoll und den Film werde ich mir sicher auch bald anschauen.