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Said Sayrafiezadeh – Eis essen mit Che Januar 24, 2011

Filed under: Romane — hilpirella @ 9:31 pm
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Said ist das dritte Kind einer jüdischen Amerikanerin und eines Iraners, die sich beide mit Leib und Seele dem Sozialismus verschrieben haben. Schon bald verlässt sein Vater die Familie und mit ihm die beiden älteren Geschwister – Said wächst bei seiner Mutter in armen Verhältnissen auf und muss sehr früh den Verzicht lernen. Oft ist dieser Verzicht nur aus Idealen heraus geboren, zum Bsp. darf er jahrelang keine Weintrauben essen, weil seine Mutter die Ausbeutung der Weintraubenbauern nicht unterstützen will. Der schmerzlichere Verzicht ist aber der Verzicht auf Emotionalität und eine Beziehung zu seinem Vater. Seine Mutter investiert mehr Zeit in die Partei denn in ein Familienleben und sein Vater schickt ihm zum Geburtstag statt eines persönlichen Briefes auch einfach mal einen sozialistischen Flyer oder sagt Treffen kurzfristig ab, weil er für den Sozialismus kämpfen muss.
Said beschreibt seine Lebensgeschichte und seine Sehnsucht mit viel Offenheit, allerdings ist bei mir der Funke nicht übergesprungen. Vielleicht hab ich mich aber auch von Titel und Cover irre leiten lassen und meine leichte Enttäuschung liegt darin begründet, dass ich ein insgesamt lustigeres Buch erwartet hatte.

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2 Responses to “Said Sayrafiezadeh – Eis essen mit Che”

  1. Violine Says:

    Scheint ja ein interessantes Buch zu sein. Und humoristisch ist es wohl wirklich nicht gemeint, sondern eher gesellschaftskritisch.

  2. kikeriki Says:

    Es ist weniger lustig als man denkt, das stimmt.


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