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Der Gott der kleinen Dinge von Arundhati Roy Juni 5, 2010

Filed under: Romane — kikeriki @ 5:41 pm
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Es gibt Bücher die liest man zu Ende, legt sie zur Seite und überlegt was man als nächstes lesen wird. Und dann gibt es Bücher, da fällt das Abschied nehmen nach der letzten Seite schwer und man möchte das – in meinem Fall zumeist etwas zerfledderte – Büchlein, nachdenklich noch ein paar Minuten in den Händen halten . „Der Gott der kleinen Dinge“ gehört für mich zur letzteren Kategorie.

Im Mittelpunkt des Romans stehen die zweieigen Zwillinge Rahel und Estha und die Geschichte ihrer Familie in Indien in den 70er Jahren. Rahels und Esthas Mutter  flieht vor ihrem trinksüchtigen und gewalttätigen Mann mit den Kindern zu ihrer Familie. Als die Familie Besuch von der Ex-Frau eines Onkels und dessen gemeinsamer Tochter aus England bekommen, verändert sich das Leben der Familie auf tragische Weise an einem einzigen Tag.

Ich habe eine Weile gebraucht, um  mich an den eigenwilligen, zum Teil aber auch poetischen Sprachstil, die zahlreichen Wortspiele und Rückblendungen in der Geschichte zu gewöhnen. Aber dann nahm mich die Geschichte mit auf eine zauberhafe, aber auch tragische Reise, die mich nicht mehr losgelassen hat.

Ein wunderbarer Roman.

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2 Responses to “Der Gott der kleinen Dinge von Arundhati Roy”

  1. flattersatz Says:

    dieser gott steht bei mir noch im regal. bis jetzt ging es mir wie du im letzten abschnitt beschriebst und andere bücher haben sie daher vorgedrängt…

    lg
    fs

  2. themaktima Says:

    Also ich hab es bis Seite 70 geschafft; bis dahin hatte mir das Buch leider immer noch nicht bedeutet, warum ich es lesen soll. Außerdem hat mich der Erzählstil wahnsinnig gemacht… und wo war eigentlich der Lektor? „Chacko saß am Steuer. Er war vier Jahre älter als Ammu. Rahel und Estha konnten ihn nicht Chachen nennen, denn wenn sie es taten, nannte er sie Chetan und Cheduthi. Riefen sie ihn Ammaven, rief er sie Appoi und Ammai.“ Hä? Oder solche Stellen: „Als die Zwillinge fragten, was Manschettenknöpfe seien – `Damit knöpft man Manschetten zusammen`, erklärte Ammu – waren sie begeistert von diesem Stückchen Logik in einer Sprache, die ihnen bislang unlogisch erschienen war. ´Manschetten´ + `knöpfen` = `Manschetten´ – ´Knöpfe´: Dies kam in ihren Augen mathematischer Präzision und Logik gleich.“ Die Kikeriki fand das Buch gut, also wird schon irgendwas dran sein. Aber warum es den Booker-Prize gewonnen hat, verstehe ich beim besten Willen nicht.


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