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Herta Müller – Atemschaukel November 14, 2009

Filed under: Romane — themaktima @ 8:55 pm
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Ohne die Verleihung des Literaturnobelpreises an Herta Müller hätte ich dieses Buch wohl nie gelesen. Kaum war es wieder verfügbar, war ich doch zu neugierig und habe die „Atemschaukel“ aus der Buchhandlung entführt. Leopold Auberg erzählt uns seine Geschichte – die Geschichte eines mit seiner Familie in Rumänien lebenden Deutschen, der – nur 17 Jahre alt – Ende des 2. Weltkriegs nach Russland deportiert wird, um die kommenden fünf Jahre in einem Zwangsarbeitslager zu fristen.

Sicher ist die „Atemschaukel“ nicht jedermanns Sache. Man muß sich schon an die Geschichte gewöhnen, ein Lesegenuß ist sie schon aufgrund des bedrückenden Themas zu Anfang nicht. Jedoch: Mich hat sie nach kurzer Zeit außerordentlich gefesselt. Ich möchte hier vor allem der allenthalben geäußerten Kritik entgegentreten, das Buch sei aufgrund der an Poesie grenzenden Sprache nicht glaubwürdig, Müllers vielgelobter Schreibstil nur Selbstzweck. Ich habe das ganz anders empfunden; die „Atemschaukel“ offenbart die ganze Qual eines eingesperrten, verfolgten und niedergedrückten Intellekts.


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One Response to “Herta Müller – Atemschaukel”

  1. Karthause Says:

    Hi, das Buch steht auf meinem Weihnachtswunschzettel. Man muss der Verwandtschaft ja auch mal die Chance geben, dem örtlichen Buchhandel einen Besuch abzustatten. Ich bin schon sehr neugierig und freue mich auf die Lektüre. LG Heike


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