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Leon de Winter – Serenade September 28, 2009

Filed under: Romane — kikeriki @ 3:00 pm

Den Mittelpunkt dieses Romans bildet Benjamin Weiss und seine jüdische Mutter Anneke. Anneke, in der Naziherrschaft nur knapp dem Konzentrazionslager entkommen, erkankt an Krebs. Nach der Operation erfährt sie nicht, dass sie unheilbar krank ist, ihr Sohn will es so.

Eines Tages verschwindet Anneke ohne eine Nachricht zu hinterlassen und der Sohn begibt sich auf die Suche nach seiner Mutter. Die Mutter befindet sich derweil im Balkan, um den Krieg dort zu beenden.

Ein kurzweiliges Buch, spannend erzählt und sprachlich gewandt. Dennoch bleibt die Geschichte der alten Dame, dort wo es interessant wird – wie in der Schilderung oder Aufarbeitung ihrer Kriegstraumata – für mein Empfinden zu oberflächlich. Berührt hat mich die Beschreibung der Mutter-Sohn Liebe, die ganz ohne Pathos und Auslassungen auskommt.

Ich liebe den Autor Leon de Winter. Seine Bücher sind allesamt lesenswert. Wer Leon de Winter noch entdecken darf, dem lege ich „Hoffmanns Hunger“ und „Der Himmel von Hollywood“ ans Herz.

Zu guter Letzt eleon de winterin kleines Zitat von Henryk M. Broder:

„Leon de Winter ist mein Lieblingsdichter, ich bin süchtig nach seinen Büchern und ich habe schon daran gedacht, Holländisch zu lernen, nur um seine Romane erstens im Original und zweitens gleich nach ihrem Erscheinen lesen zu können.“

In diesem Sinne: Lesen!

Abb: Leon de Winter

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