Juni beginnt mit dem Besuch der holländischen Königin Ende der Sechziger Jahre in einem kleinen Dorf. Dieser Besuch wird aus Sicht der kettenrauchenden Königin beschrieben, die auch gerne mal vormittags am Weißwein nippt und die dieser Besuche und ihres Hofstaates völlig überdrüssig ist. Ein witziger Anfang für ein Buch, doch wer weiterliest wird sich bis zur Hälfte des Buches die Frage stellen, worum es eigentlich geht und bis dahin braucht man etwas Durchhaltevermögen.
Dreißig Jahre nach besagtem Besuch der Königin auf dem Hof der verschrobenen Familie Klaas: Die Mutter hat sich mit einem Säbel und einer Flasche Eierlikör auf dem Heuboden des Stalls zurückgezogen und weigert sich, herunterzukommen, der Vater fällt Bäume im Garten, die Söhne schrubben in diesem heißen Juni Grabsteine auf dem Friedhof. Stück für Stück setzen sich die Moasaiksteinchen zu einem Bild zusammen und man erfährt, was vor dreißig Jahren, am Tag des Besuchs der Königin, noch geschehen ist.
Ich hab mich mit der knappen Sprache und der langen Unklarheit in diesem Roman sehr schwer getan. Auch wenn die zweite Hälfte des Buches besser wird, eine uneingeschränte Leseempfehlung kann ich nicht aussprechen.

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