Julius Winsome lebt allein in einer Hütte in den Wäldern von
Maine. Er hat es sich eingerichtet in dieser Einsamkeit – zusammen mit seinem treuen Gefährten, seinem Hund Hobbes. Eines Tages wird Hobbes erschossen und wie sich später herausstellt, war es kein Unfall sondern eine Hinrichtung.
Hobbes Tod löst bei Julius Winsome einen Rachefeldzug aus, der den bislang harmlosen, einsamen Mann zum Mörder werden lässt. Und man hat das Gefühl, er rächt sich nicht nur für den Tod an seinen Hund, sondern auch für sein einsames Leben, den Mangel an Liebe und die erfahrenen Enttäuschungen.
„Winter in Maine“ ist kein Kriminalroman. Die Geschichte ist vielmehr eine menschliche Studie, präzise, leise, einprägsam und berührend.



Eines steht nach dieser Lektüre fest: Man sollte viel öfter mal was von F. Scott Fitzgerald lesen! Dieses kleine Buch bringt es gerade mal 67 Seiten und ist so herrlich geschrieben, dass man um jede Seite trauert, die man umblättert. Die Geschichte, die die literarische Vorlage für die Verfilmung mit Brad Pitt und Cate Blanchett, handelt von einer „Rückwärtsalterung“, also einem Kind, das als alter Mann auf die Welt kommt und der von Jahr zu Jahr immer jünger wird.
Sol ist sechs Jahre alt, lebt in New York, ist fürchterlich neunmalklug und wird von seiner Mutter geradezu ekelhaft verwöhnt. Von ihm ausgehend wird die Familiengeschichte zurück erzählt, die bis zu Sols Großmutter in das Europa des Zweiten Weltkriegs führt.