Elsies Leben ist von ihrer Hässlichkeit geprägt. Ihre Familie hält sie auf Abstand: der Vater hat die Familie schon kurz nach Elsies Geburt verlassen, die Mutter kann ihre Tochter nicht lieben und kauft sich mit Schecks ein reines Gewissen, der ältere Bruder ist froh, dass er weit genug entfernt wohnt, um seine Schwester nicht seinen Kindern vorstellen zu müssen.
Und fremde Menschen, die Elsie sehen wenden sich meist schnell ab. Als Folge ihrer Hässlichkeit arbeitet sie trotz ihres „guten“ Elternhauses und ihres Bildungsstandes als Reinigungskraft und ist ein sehr einsamer Mensch.
Dennoch hat sich Elsie selbst Mitgefühl für andere Menschen und Humor bewahrt – so bewirbt sie sich zum Beispiel in der Kosmetikabteilung eines Kaufhauses als Verkäuferin: Nur um zu sehen, wie sich die Personalverantwortlichem im Bewerbungsgespräch wohl aus der Situation winden werden. Der Hochzeit des Bruders bleibt sie fern, um dessen Familienfotos nicht zu „verschandeln“.
Elsie lernt zufällig (da kommt also der Buchtitel ins Spiel) den Einzelgänger Stan kennen und sie lernt zum ersten Mal, was Freundschaft und Vertrauen ist.
Ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen – absolute Empfehlung!
Was für ein schönes Buch über einen Sommer und das Erwachsenwerden! Pekfekte Lektüre für ein, zwei Nachmittage im Garten oder an einem See. Und da draussen auch gerade der Sommer auf Hochtouren läuft beende ich diese Rezension an dieser Stelle.