Dieses stark autobiografisch geprägte Buch lässt den Leser am Leben von Josl und Renia teilhaben, die sich im Ghetto von Lodz kennen lernen und heiraten, während des Holocaust getrennt werden, die Internierung in Konzentrationslagern überleben und sich nach Ende des Krieges wieder finden. Sie emigrieren gemeinsam nach Australien und bauen sich ein Leben auf, gründen eine Familie und ein Unternehmen, finden Freunde.
Die Menschen, die uns in diesem Buch begegnen sind lebensfroh, humorvoll und manchmal verrückt und doch ist es allgegenwärtig, das Schlimmste selbst erlebt zu haben.
Lily Brett hat die Gabe, diese Schicksale so ausgewogen lustig und traurig zu erzählen und ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen.
Und die Geschichten sind sind offenbar auch lange haltbar: Meine Ausgabe ist von 1992 (hab das Buch vom Flohmarkttisch der örtlichen Bücherei) doch der Inhalt ist kein bisschen verstaubt. Und um in Elke Heidenreichs Worten ein Fazit zu geben: Lesen! 